Regionaler Honig direkt vom Imker.

Dunkle Bienen

Vor etwa 8.000 Jahren setzte eine Phase der Klimaerwärmung ein, begleitet von einer Ausdehnung der Blütenpflanzen nach Norden und Osten. Gemeinsam mit den Wäldern breitete sich die Dunkle Biene in nördliche Gefilde aus.


Vor etwas 8000 Jahren war die Dunkle Biene nördlich der Alpen, die alleinige einheimische Honigbiene. Sie passte sich über Jahrtausende geschickt an die vorherrschenden klimatischen Bedingungen an, was zu bemerkenswerten Eigenschaften führte. Diese beinhalten eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Kälte, eindrucksvolle Flugeigenschaften selbst bei windigem Wetter sowie die bemerkenswerte Fähigkeit, den Brutzyklus zügig den jeweiligen Trachtverhältnissen anzupassen.

Dunkle Biene
Dunkle europäische Biene (Apis mellifera mellifera) 

Somit war die Dunkle Biene der Ursprung der Imkerei in Deutschland. Anfangs wurde sie im Rahmen der Waldbienenzucht gehalten, später auch in Klotzbeuten oder Geflechtkörben als Hausbienenzucht. Diese Dynamik hielt bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts an.

In laufe der Zeit wurden Bienenunterarten wie Carnica oder Ligustica wurden aus anderen Ländern eingeführt, was zu einer umfangreichen Hybridisierung der heimischen Bienenpopulation führte.

Durch den Einsatz von Königinnen aus verbliebenen Beständen in anderen Ländern konnte die Zucht der Dunklen Biene in Deutschland wieder aufgenommen werden. Dank moderner Betriebsweisen ist es heutzutage möglich, auch mit der Dunklen Biene wettbewerbsfähige Erträge zu erzielen.

Sie ist optimal an das hiesige Klima angepasst: lange Winter, wechselhaftes Wetter, kurze Trachtperioden. Diese Anpassung macht sie robust, sparsam im Futterverbrauch und zuverlässig in schwierigen Jahren.

- dunkler Körper, oft ohne helle Ringe
- kompakter, ruhiger Brutzyklus
- sehr gute Überwinterungsfähigkeit
- fliegt auch bei kühlerem und windigem Wetter
- sparsamer Umgang mit Futterreserven

Nein. Moderne Erhaltungszuchten legen großen Wert auf Sanftmut. Historische Berichte über „Stechlust“ stammen meist aus Zeiten unkontrollierter Kreuzungen. Reine Linien sind ruhig und gut zu bearbeiten.

Durch jahrzehntelange Importe anderer Rassen wurde sie vielerorts verdrängt oder eingekreuzt. Reine Populationen existieren heute nur noch in Schutzgebieten oder bei spezialisierten Züchtern.

- zuverlässige Frühjahrsentwicklung
- gute Honigleistung in Trachtlücken-Regionen
- geringe Schwarmneigung bei reinen Linien
- hohe Winterfestigkeit
- nachhaltige, regionale Bienenhaltung ohne Importe

Ja, aber sinnvoll ist sie besonders in Regionen mit rauem Klima, kurzen Sommern oder wechselhaften Trachten. In warmen, sehr langen Trachtgebieten können andere Rassen Vorteile haben.

Absolut. Ihre Robustheit, Winterstärke und ruhige Art machen sie zu einer sehr anfängerfreundlichen Biene – vorausgesetzt, man bezieht Königinnen aus seriösen Erhaltungszuchten.

Sehr gut. Sie überwintert in kleinen, kompakten Trauben, verbraucht wenig Futter und startet erst dann ins Brutgeschäft, wenn die Natur es zulässt. Das macht sie ideal für nördliche und mitteldeutsche Regionen.

Sie gilt als wetterfest und fliegt auch bei kühleren Temperaturen. Das macht sie besonders wertvoll in Regionen mit wechselhaftem Klima.

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